Katharina Müller und Lukas Lutz als Jahrgangsbeste ausgezeichnet

Für die Schwimmer des SV Poseidon beginnt die Wettkampfsaison traditionell beim Internationalen Schwimmfest des SV 08 Werdohl. Am vergangenen Wochenende trafen sich die Sportler aus Polen, Belgien, den Niederlanden und Deutschland bereits zum 33 mal im Sauerland und bildeten wieder eine unglaublich starke Konkurrenz. Der Wettergott meinte es gut mit mit den Schwimmern und ließ seine Schleusen während der Veranstaltung geschlossen. Nur nachts war es für die Jahreszeit deutlich zu kühl.

Aus der Europastadt machten sich 19 Schwimmerinnen und Schwimmer auf, um die Frühform zu überprüfen. Aufgrund der ferienbedingten Trainingsrückstände hatte Trainer Gert Krause-Joseph keine großen Erwartungen an die Leistungen, doch er wurde häufig positiv überrascht. Auch die kurze und kalte Nacht in den beiden Mannschaftszelten wirkte sich kaum auf die Leistung aus. So sprangen bei 114 Einzelstarts insgesamt 50 persönliche Bestzeiten heraus. Mit 13 Gold-, 14 Silber- und 17 Bronzemedaillen lag man am Ende in der Medaillenwertung auf einem hervorragenden 7. Platz.

Die größten Erfolge schafften Katharina Müller (Jahrgang 2008) und Lukas Lutz (Jg. 2004), die beide für die besten Jahrgangsleistungen ausgezeichnet wurden. In der gleichen Wertung belegte Lea Stadthaus (Jg. 2009) den zweiten und Alex Michelis (Jg. 2003) den dritten Platz.

Bei den Nachwuchsschwimmern war Kathy Müller mit drei Siegen und einem zweiten Platz überragend. Die gleichaltrige Laura Meiring sprang dreimal ins Wasser und belegte jeweils den dritten Platz. Lea Stadthaus konnte nur zweimal starten und belegte jeweils den zweiten Platz. Miklas Noell (2007) hatte am Ende der Veranstaltung einen kompletten Satz Medaillen um den Hals hängen. Caroline Gralmann (2006) blieb zwar ohne Medaille, nach einer halbjährigen Trainings- und Wettkampfpause findet sie langsam aber wieder zur alten Form zurück. Alle zeigten sich besonders schwimmtechnisch deutlich verbessert.

Die meisten Medaillen gewann Lukas Lutz, der bei acht Starts vier erste, zwei zweite und zwei dritte Plätze belegte. In seinem Jahrgang startete auch Maximilian Keitmann, der gleich fünfmal den dritten Platz belegte. Auch die Familie Michelis erweiterte ihre Medaillensammlung. Der zwölfjährige Maxim gewann drei Gold-, zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen. Sein zwei Jahre älterer Bruder Alex stand ihm da kaum nach und hatte am Ende zwei Gold-, drei Silber- und eine Bronzemedaille im Gepäck. Die schnellsten Schwimmer im Team hatten eine besonders starke Konkurrenz. So schaffte Timo Lutz (2001) einen zweiten und zwei dritte Plätze. In der offenen Klasse erreichte Lars Krause (1998) nur auf seiner Paradestrecke, den 100 m Brust als Bezirksmeister seinen einzigen Podestplatz.

Die Damen standen diesmal im Schatten der männlichen Teamkollegen. Lediglich Hannah Emmerich (2004) über 200 m Brust, Alina Michelis (2004) über 100 m Schmetterling und Luisa Strauß (2003) über 100 m Schmetterling wurden zur Siegerehrung aufgerufen. Für Elena BraginMilena Menne (je 2000), Alina Broll und Sina Lutz (je 2002) reichte es nicht für das Podest. Dennoch waren auch ihre Leistungen beachtenswert.

Ein besonderes Comeback feierte die achtzehnjährige Talia Terzioglu, die erstmals seit zwei Jahren wieder zu einem Wettkampf ins Wasser sprang. Für einen vorderen Platz in der offenen Klasse konnte es noch nicht reichen.

In der Besetzung Elena BraginLuisa StraußAlina Broll und Sina Lutz belegte die 4 x 100 m Freistilstaffel einen guten siebten Platz.

Am Ende des ersten Tages gab es noch ein besonderes Highlight. Was vor einem Jahr als Jux begann, wurde in diesem Jahr schon mit einer gewissen Ernsthaftigkeit ausgeführt – eine 4 x 50 m Bierstaffel. Es galt nicht nur schnell zu schwimmen, auch das Glas Bier, was an der Wende steht muss schnellstmöglich getrunken werden. Die Mannschaft des SV Poseidon trat als Titelverteidiger an. Doch aus der letztjährigen Besetzung ist nur noch Lars Krause übrig geblieben. Er startete mit seiner Mutter Ute, seinem Vater und Trainer Gert sowie der Comebackerin Talia gegen starke Teams, die häufig nur aus aktiven Wettkampfschwimmern bestand. In der Vorrunde starteten 20 Teams von denen die drei schnellsten Staffeln in einem Finale den Sieger bestimmten. Das Castroper Team (als einzige Mannschaft mit zwei Frauen) scheiterte in der Vorrunde und belegte einen beachtlichen einstelligen Platz. Das anschließende Finale gewannen die Aktiver der SG Ruhr aus Bochum.

Ergebnis: Ergebnis