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CASTROP-RAUXEL Der Kreissportbund (KSB) Recklinghausen soll
künftig bei der Vorbereitung der Ruhrolympiade durch Personal von der
Verwaltung des Kreises Recklinghausen unterstützt werden. Das hat unlängst,
nach dem Ende des größten regionalen Jugend-Sportfestes in Europa in
Duisburg, der Kreistagsabgeordnete Erwin Marschewski (CDU) gefordert.
Marschewski sieht den KSB nicht ausreichend personell besetzt, um die
Vorarbeiten für die Teilnahme des fast 500-köpfigen Teams der
KSB-Sportjugend zu bewältigen. „Da muss organisiert, müssen die Sportler
zusammen getrommelt und Kontakte gehalten werden“, erklärte der Politiker.
Die organisatorischen Fäden laufen in der KSB-Zentrale in Marl schon seit
Jahren bei Gerd Meuer zusammen.
Er reagiert damit offenbar auf das jüngste Abschneiden der Recklinghauser
Equipe. Die hatte sich in diesem Jahr am Ende mit dem dritten Platz
zufrieden stellen müssen. Für zwei Wettbewerbe (Radfahren, Billard) hatte
die Kreis-Vertretung schon im Vorfeld keine Sportler gemeldet, bei anderen
Wettbewerben waren die vorgesehenen Teams nicht angetreten. Die KSB-Jugend
hat die Ruhrolympiade seit ihrer ersten Teilnahme im Jahr 1994 viermal
gewonnen, war in dieser Zeit viermal nicht unter den ersten Dreien
vertreten.
Kunze erfolgreichster Sportler aus Castrop-Rauxel
Unterdessen ist aus den Ergebnislisten der Ruhrolympiade in Duisburg der
Schwimmer Marvin Kunze vom SV Poseidon als wohl erfolgreichster
Castrop-Rauxeler Sportler aufgetaucht. Kunze entschied die Konkurrenz über
100 m Brust in 1:13,83 Minuten für sich. Silber gewann er zudem mit den
Recklinghauser Staffeln über 4x50 m Freistil und 4x50 m Brust. Über 200 m
Lagen schlug der 16-jährige Europastädter in 2:29,51 Minuten als Dritter an.
Fünfter wurde er mit der 4x50 m Lagenstaffel, Sechster über 100 m
Schmetterling (1:08,77).
Nur zwei Starter für Recklinghausen
Auch bei der 45. Auflage der Ruhrolympiade sind die Leichtathleten aus den
Castrop-Rauxeler Vereinen, wie noch zu Zeiten der inzwischen aufgelösten LG
Castrop-Rauxel, für die Mannschaft des Stadtsportbundes Herne gestartet, und
nicht, wie irrtümlich gemeldet, für den Kreis Recklinghausen. Sie belegten
mit Herne den 13. Platz beim Leichtathletik-Vergleich und Rang 11 unter 16
Mannschaften in der Gesamtwertung. Für das Recklinghauser
Leichtathletik-Team starteten lediglich Marie Borowycz und Sven Pietsch. Die
ehemaligen Sportler des TuS Ickern gehören inzwischen dem TV Gladbeck an.
2009 über Start für Recklinghausen sprechen
Der KSB-Cheforganisator Meuer hatte im Vorfeld der Ruhrolympiade
angekündigt, er wolle für 2009 mit den Castrop-Rauxeler Leichtathletik-Clubs
über einen Start ihrer Sportler für Recklinghausen sprechen. Die heimischen
Leichtathleten starteten in den vergangenen Jahren für Herne, weil sie
sportlich im Fußball- und Leichtathletikkreis Herne/Castrop-Rauxel
beheimatet sind – und, zu Zeiten, als es in der Europastadt vor dem Umbau
des Stadions noch keine 400-m-Kunststoff-Laufbahn gab, regelmäßig im Stadion
Wanne-Süd trainieren durften.
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