Bezirksmeistertitel für Lars Krause

Bei den diesjährigen Bezirksmeisterschaften auf der ungewohnten 50-m-Bahn erreichten die zwölf Schwimmerinnen und Schwimmer des SV Poseidon einige unerwartete Ergebnisse. Bei idealem Freibadwetter zeigten sich die besten Schwimmer des Vereins gut vorbereitet, erschwammen in Münster zahlreiche persönliche Bestzeiten und belegten sogar einige Platzierungen auf dem Siegertreppchen .

Einen besonderen Erfolg erreichte der 18-jährige Lars Krause. Trotz einer Fraktur des Handgelenks im Frühjahr und der dadurch notwendigen Trainingspause gab er als Ziel vor, jeweils das Finale der besten sechs Schwimmer über 50 m und 100 m Brust zu erreichen. Dabei war er jeweils (nur) als siebtschnellster gemeldet.

Am Samstag verbesserte er im Vorlauf der 50-m-Strecke seinen bisherigen persönlichen Rekord um fast eine halbe Sekunde und qualifizierte sich als Zweitbester für das Finale. Hier konnte sich Lars abermals steigern und schlug in 0:32,17 Minuten erneut als Zweiter an. Sein Rückstand auf den Sieger war knapp eine Sekunde.
Einen Tag später toppte er den bereits erreichten Erfolg. Im Vorlauf verbesserte er seine bisherige Bestleistung um fast eine Sekunde, um den Endlauf mit der dritten Zeit zu erreichen. Im Finale gab er vom ersten Zug an alles und lag nach 75 m etwa eine halbe Länge vor der gesamten Konkurrenz. Den Vorsprung verteidigte er, obwohl sich nun das fehlende Training bemerkbar machte, bis zum Anschlag in 1:13,41 min.. Damit war er noch einmal über eine Sekunde schneller als im Vorlauf. Als schnellster Brustschwimmer im Bezirk betrat er dann die oberste Stufe des Siegerpodests. Ein sensationeller Erfolg.

Einen weiteren Bezirksmeistertitel, aber in der Masterklasse, steuerte Marvin Kunze über 50 m Brust bei. Dabei blieb er in 0:32,29 min. nur eine zehntel Sekunde hinter der Zeit seines Vereinskameraden Lars. Über 50 m und 100 m belegte er in seiner Altersklasse jeweils den dritten Platz.

In den Jahrgangsklassen stachen die Vizemeistertitel von Elena Bragin (Jahrgang 2000), Luisa Strauß (Jg. 2003) und den Brüdern Lukas (Jg. 2004) und Timo Lutz (Jg. 2001) hervor.

Elena startete nur über 100 m Brust und freute sich über den zweiten Platz.

Luisa war zunächst mit ihrer Leistung über 100 m Schmetterling (Platz 5) nicht zufrieden. Über ihre Paradestrecke 200 m Schmetterling konnte sie ihre tolle Technik in die Waagschale werfen. Mit einer tollen Bestzeit von 3:05,89 min. belegte sie einen sensationellen zweiten Platz. Die Freude über die unerwartete Medaille war riesig.

Die Vielstarter Lukas (über 200 m Schmetterling) und Timo Lutz (über 200 m Lagen) belegten in ihrem Jahrgang nicht nur jeweils einen zweiten Platz, sie gewannen jeweils auch noch eine Bronzemedaille. Der jüngere Bruder Lukas konnte sich dabei regelmäßig auch verbessern. Auch Timo freute sich mal wieder über drei Bestzeiten, verpasste jedoch abermals die 1:00 min. Schallmauer nur knapp (1:00,38 min.).

Der Schmetterlingsschwimmer Dominik Tuschy (Jg. 1998) belegte nicht nur zweimal den dritten Platz, er verbesserte seine Bestzeit auch jeweils um mehr als drei Sekunden. Maximilian Keitmann (Jg. 2004) erreichte über 200 m Schmetterling und über 200 m Lagen jeweils den undankbaren vierten Platz. Auch der ein Jahr jüngere Maxim Michelis blieb über 200 m Schmetterling nur der Platz neben dem Siegerpodest. Sein Bruder Alex (Jg. 2003) schaffte über 100 m Freistil mit neuer Bestzeit seine beste Platzierung (6.). Sina Lutz (Jg. 2002) war mit ihren Leistungen nicht ganz zufrieden. So blieb ihr über 100 m Schmetterling nur der fünfte Platz. Über die doppelte Strecke ging sie gesundheitlich deutlich angeschlagen an den Start. Daher ist ihre Leistung in einer besonderen Weise zu würdigen, obwohl sie ihre Bestzeit deutlich verpasste und auch hier nur den fünften Platz belegte.

Janis Rozanki (Jg. 2005) startete gleich sieben mal und erreichte jeweils eine neue persönliche Bestzeit. Besonders seine Verbesserungen über 200 m Lagen (über 9 Sekunden), 200 m Brust und 100 m Freistil (jeweils 4,5 Sekunden) sind bemerkenswert. Leider reichte es für ihn nicht für einen vorderen Platz.

Die guten Platzierungen sind immer vor dem Hintergrund zu betrachten, dass die Konkurrenz aus Münster, Gladbeck, Recklinghausen, Gelsenkirchen und den anderen großen Vereinen um ein Vielfaches trainieren kann. Von daher sind vordere Platzierungen um so höher einzustufen. Mit Abschuss der Veranstaltung verabschieden sich die Schwimmer in die wohl verdiente Sommerpause.

 

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